DATEV CHALLENGE ROTH – we are triathlon!

Meine erste Langdistanz

Ein Erlebnisbericht von Doris U.

Wenn einen gewisse Gedanken “verfolgen” und das Kribbeln im Bauch immer wieder kehrt, sollte man diesen Dingen ernsthaft nachgehen.

Dieses Gefühl verspürte ich in den letzten Jahren oft. Schon einige MD absolviert, in Roth 3x in einer Staffel geschwommen, mit der Location vor Ort vertraut, sollte es doch möglich sein innerhalb von 15h es allein bewältigen zu können. Und mit 50 darf man sich auch noch neue Ziele setzen.

Den Startplatz erkämpfte ich mir “ganz normal” am heimischen PC. Es klappte erstaunlicher Weise; ruckzuck eigene Daten raus – ruckzuck Anmeldecode zurück. Das Ding war geritzt, eine feste Unterkunft hatte ich auch ziemlich schnell gefunden (im Zelt wollte ich dann doch nicht…) 🙂

Nun hieß es Training, Training, Training und das Ziel nie aus dem Auge verlieren. Der Körper ist der eine Teil, im Kopf wird es aber entschieden.

Meine frühen Arbeitszeiten “erlaubten” es mir VIELE EINSAME Trainingskilometer zu sammeln 🙂 – wie ätzend, mit zunehmender Zeit, aber das Ende war absehbar. “Denk an DEIN Ziel” sagte ih mir und Manu begleitete mich an den Wochenenden bei den Radausfahrten. Er fasste Sturz und Defekte ab, alles ohne jegliche Schäden, so sollte doch für mich, in dieser Hinsicht, alles glatt gehen.

Wieviel Trainingskilometer braucht “Frau” für eine LD? Keine Ahnung; frag 10 Leute und du bekommst 10 Antworten. Eines wusste ich aber: Training im GA Bereich OHNE Ende – es fühlte sich gut an.

Manu und mein Neffe Kurt begleiteten mich nach Roth. Für Kurt kauften wir auf der Hinreise erst einmal noch sein ERSTES Rennrad. Da hat wohl jemand was vor… 🙂 Wir hatten schon jetzt viel Spaß!!

Am Freitag in Roth angekommen, hieß es Unterlagen abholen (dazu MUSS Frau sich in der RICHTIGEN Warteschlange anstellen :)) dann zur Nudelparty und das Quartier beziehen.

Samstag fuhren wir mit dem Auto noch einmal die 90-km-Radrunde ab, das war sehr hilfreich. Danach ging es zum Rad Check In, in der WZ 1 sich die Laufwege einprägen und zur WK-Besprechung.

Abendessen im 25km entfernten Quartier und früh zu Bett gehen. Sonntag um 4.00 Uhr gab es Frühstück, nix Ungewöhnliches für mich und 4:30 Uhr mit dem Auto zum Schwimmstart nach Heuberg.

Die Nervosität versuchte ich in den Griff zu bekommen: “einfach NUR schwimmen; wie immer – hier”.

Um 7:10 ging es für mich ins Wasser, Start: oh, welch Wunder – soo ruhig hatte ich es hier noch NIE (als Staffelschwimmer war ich Hauen und Stechen gewohnt). Ich kam gut rein, spätestens an der ersten Wendeboje kamen die pfeilschnellen Herren von hinten und überschwammen uns. Nun war es VORBEI mit RUHE und es begann der eigentliche Kampf im Wasser. Ich stieg trotzdem nach guten 1:15h aus dem Wasser.

Den Wechsel zum Rad ließ ich ruhig angehen (manch Athlet aß erst einmal ein Brot im Wechselzelt… 🙂 Die 90-km-Radrunde ist sehr abwechslungsreich, flach ist nicht viel, denn schließlich hat der Gesamtkurs seine 1200HM.

Die Stimmung an der Strecke ist genial und nun kam ich endlich selbst in den Genuss den “Solarer Berg” fahren zu dürfen.

Wie auf einer Perlenschnur “fuhren” wir mit 10km/h durch DIESES Menschenmeer, rechts und links vom Lenker 20cm Platz…wem hier das eigene Auge trocken bleibt…! Der eigene Puls erreichte HIER seinen Höchstwert im gesamten Rennen!!!

Die erste Runde war recht kurzweilig, auf der 2. kam dann doch der Wind und die letzten Kilometer zur WZ 2 mussten wir treten, nix mit ‘runterrollen’. Aber schöne 180km hatte ich in 6:21h geschafft.

7500 freiwillige Helfer*innen sorgen für ein einmaliges Erlebnis, das AUCH in der WZ 2 – DIESE Fürsorge ist echt der Hammer und ich habe mir die Zeit genommen etwas zu plauschen 🙂

Mit etwas “Magendrücken” (wahrscheinlich vom Wind oder das faule Fleisch der Bauchmuskeln) ging ich auf die Laufstrecke. Die Beine fühlten sich, wie im Training, gut an.

Laufen nach Gefühl war meine Devise, langsamer bzw. Gehen kommt von ganz allein, ich will ankommen. So war es dann auch, das Drücken ließ kaum nach, jeder Schritt gab Erschütterung und so hangelte ich mich durch.

Manu & Kurt motivierten mich immer wieder. An diesem Punkt war mein Kopf gefragt; ABER DA IST DAS ZIEL!!! Die Strecke am Kanal wollte kein Ende nehmen, bei km 25 dort abgebogen, in Richtung Wendepunkt in Büchenbach zog es sich noch mal.

Aber manchmal hat man doch noch lichte Momente: die eigentliche Marathonzeit nicht mehr im Blick, stellte ich die Anzeige meiner Uhr auf Gesamtzeit um, “OOOH … ca. 6km noch …da geht ja noch was unter 13h wenn du deine Beine in die Hand nimmst”. Die letzten 700Meter waren Genuss PUR. Beschreiben kann man es nicht, man MUSS es selbst ERLEBEN.

Nach 12:52:36h hatte ich meine erste LD erfolgreich gefinisht und bin einfach nur HAPPY.

Wir genossen noch die abschließende Party mit Feuerwerk. Als wir in der Pension ankamen war ein langer Tag zu Ende gegangen und der Morgen schon da.

Noch vor der Heimreise fuhren wir zum Brombachsee, für Kurt Training, für mich ausschwimmen und Manu baden:)

15.Dec.2019string(37) "datev-challenge-roth-we-are-triathlon"
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